Adel in Europa

 

Der Adel und die Aristokratie in Europa besitzen zum Teil sehr unterschiedliche Gesichter und verdanken ihre Entstehung häufig einem monarchisch geprägten mittelalterlichen Lehnswesen. 
Dies war allerdings in Europa nicht überall der Fall. Viele osteuropäische Länder, wie beispielsweise Polen und Ungarn kannten diese Form der Belehnung nicht und der Adel und die Aristokratie gehen hier, in der Regel, auf einen anderen Ursprung zurück.
 
In Ungarn beispielsweise lassen sich die meisten adeligen Geschlechter auf das in Mitteleuropa lebende Volk der Magyaren zurückführen.
Jedes Mitglied des kriegerischen Stammes der Magyaren, welches von niemandem abhängig war und somit den Fahnen des Königs folgen konnte, rechnete sich zum Adel.
 
Zur Zeit der Habsburger Monarchie, ab 1867 Österreichisch-Ungarische Monarchie, gab es eine Reihe von Nobilitierungen preußischer Familien durch den Habsburger König Leopold I. (Abbildung rechts).
 
Durch diesen wurde um 1650 die aus Schleswig Holstein stammende Familie v.d. Horst in den Reichsadelsstand erhoben.
 
Die Familie Horst ließ sich später in der Provinz Hannover nieder und war später mit Leeste in der oberen Grafschaft Hoya begütert und wurde zur Ritterschaft gerechnet. Noch 1841 war Major Erduin v.d. Horst Besitzer des Gutes Petersdorf der evangelischen Kirchengemeinde Lehnsahn in Schleswig Holstein.
Die durch König Leopold I. vollzogene Erhebung in den Reichsadelsstand, wurde am 29. August 1786 in Wien erneuert (Regesten: GHdA, Adelslexikon, Bd. XVII, 2008, S. 332).
 
Es ist uns daher eine besondere Ehre, der Standesgesellschaft des in der Slowakischen Republik lebenden ungarischen Adels („Nobilitas Carpathiae“) anzugehören.

Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit den ehrenvollen Mitgliedern der Standesgesellschaft „Nobilitas Carpathiae“, zu denen auch die Nachfahrin der russischen Zarin Katharina II gehört, die Historie der Aristokratie in Europa lebendig zu halten und somit zum Erhalt der Adelskultur und der Zusammenführung adeliger Familien in der Slowakischen Republik und in Europa aktiv beitragen zu dürfen.
 
Darüber hinaus sind wir davon überzeugt, dass sich der Adel des 21. Jahrhunderts den veränderten Herausforderungen seiner Zeit stellen muss.
Der christliche Adel heute beruht auf Glaube und Ethos und nicht mehr auf Herkunft, Besitz oder Bildung. Der historische Adel in Europa erhält hierdurch einen christlichen und zeitgemäßen Auftrag in einem sich vereinigendem Europa.